Was bedeutet Yoga?

Bedeutung: die Einheit von Körper, Seele und Geist
Definition: ein zu Ruhe kommen des Geistes

Das Yoga bringt den Geist zur Ruhe. Im Bewusstsein, den Körper im Moment der Achtsamkeit im ausgewogenen Zustand zu erleben.

Hatha Yoga ist (die 4. Stufe vom Asthanga Yoga). Das praktizieren von Asanas (Körperstellungen), Pranayama (Atemtechniken), Mudra`s (Gesten mit speziellem Atemrythmus) wird in jeder meiner Yogafolge während 1,5 Std. geübt.

Hatha Yoga

Die symbolische Bedeutung des Sanskrit-Begriffs ‹Hatha-Yoga› ist im klassischen Yoga folgende:

Ha bedeutet ‹Sonne› Tha bedeutet ‹Mond›, Yoga bedeutet ‹Einheit›. Hatha bedeutet die Verbindung von Sonne und Mond. Hatha-Yoga bedeutet u.a. den Ausgleich zwischen dem Mondnerv ‹ida› (= passive Seite des Menschen) und dem Sonnennerv ‹pingala› (= aktive Seite des Menschen). Wenn diese beiden Nervenströme im Körper gleichermassen angeregt werden, wird ein ausgewogener Zustand herbeigeführt, der weder durch Überaktivität noch durch übermässige Passivität gekennzeichnet ist.

Prinzip: während dem praktizieren einer Körperstellung (asana) wird durch drehen, kontraktieren oder pressen eines bestimmten Körperteils die Blutzufuhr kurz unterbrochen. In der Entspannungsphase (savasana) werden diese bestimmten Körpereile von mehr Blut durchströmt und damit stärker durchblutet. Die im Blut befindlichen Giftstoffe, Schlacken, Ablagerungen werden mit dem stärkeren Blutfluss im Venensystem mitgerissen und schlussendlich mit dem Urin ausgeschieden. Eine stärkere Durchblutung bewirkt immer eine Gesunderhaltung und Energiezufuhr der entsprechenden Körperteile/Organe, was zu mehr Lebensenergie (pranayama) führt.

Vorbeugung & Linderung: Hatha Yoga hat das Ziel: durch regelmässige praktizieren der asana`s (Körperstellungen), die körperlichen und geistigen Krankheiten zu lindern und somit zu reduzieren.

ca. 200 v. – 200 n. Chr.: Yogasutren von Rishi Patanjali
ca. 900- 1000 n. Chr.: Matsyendranatha und Goraksanata begründen die Hatha – Yoga Tradition
13. – 15. Jhdt.: 2. Quellentext der Hatha – Yoga Pradipika werden 84 asana`s erwähnt, 15 sind erklärt
ca. 1893: erste deutsche Übersetzung von Herman Walter
ab ca. 1950: Hatha – Yoga wird für die westlichen Welt zugänglich gemacht

Die Hatha – Yoga Pradipika gehört zu den Kommentaren der traditionellen Yogaschriften. In vier Kapiteln wird die Technik des Hatha – Yoga dargestellt (Asana`s = Körperübungen, Pranayama`s= Atemtechnik, Bandha`s= Kontraktionen, Meditation= geistliche Übungen). Dieser Text stellt eine Reform alter Tradition dar.

Hatha Yoga und seine Geschichte

Bevor Hatha Yoga einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, waren viele Übungen und speziell die mudra`s (Gesten mit speziellen Atemübungen verbunden) geheim. Damals stand der spirituelle Aspekt im Vordergrund und die mudra`s konnten nur durch Hilfe eines Lehrers direkt erlernt werden.

In der Folge der Verbreitung des Tantrismus (System, Methode, Lehrbuch, Gewebe) wurde Hatha Yoga dann immer mehr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und entsprechend nahm die Anzahl der geübten asana`s zu; je nach Schule, wurden verschiedene Namen für die gleiche Übung verwendet. Dies ist der Grund dafür, warum es bei den asana`s oft grosse Unterscheide gibt betreffend Namen und entsprechender Technik. Zu beachten ist aber, dass die verschiedenen Übungen und ihre Namen bereits in den ursprünglichen Quellentexten nicht identisch sind.

Folgendes sollte im klassischen Hatha-Yoga nicht vergessen werden: die Umsetzung der dritten Stufe (asana`s) des astanga-yoga bewirkt, dass Körper und Geist durch die verschiedenen asana`s stabiler und gesünder werden und der Übende schlussendlich eine gerade stabile Sitzhaltung einnehmen kann. Die Absicht des klassischen Hatha-Yoga ist aber nicht, bei den Asana`s zu verweilen, sondern die höheren geistigen Stufen zu erlangen.

Yoga kann als ganzheitlicher Weg gesehen werden

Asana`s:

Körperübungen die langsam, harmonisch bei angemessener Atmung unter Anleitung ausgeführt werden.
Wirkung:
– Stimuliert Bewegung des Herzens => erhöhter Blutkreislauf
– Drüsensystem, innere Organe und Nerven werden harmonisiert und gestärkt
– Reguliert die Funktion der Lungen und des Gehirns
– Unterstützt die Verdauung
– Festigkeit der Muskeln und Knochen nehmen zu
– Elastizität der Arterien und Bänder werden erhöht
– Beweglichkeit der Wirbelsäule nimmt zu
– Verhindert rheumatische Beschwerden
– Erhöht Geistes/- und Willenskraft
– Gleichgewicht wird entwickelt und gefördert

Savasana:

Die Entspannungsphase (die Totenstellung) findet nach jeder Körperstellung/ Atemübung/ Mudra statt.
Die Blutzirkulation wird nach den Asana`s in den Körper gepumpt, der Blutstrom reisst während der Entspannungsphase Giftstoffe, Schlacken und Ablagerungen mit.

Wirkung:
– Entspannung und Beruhigung von Geist und Körper
– Schlechte Gedanken wie Sorgen und Ängste werden entfernt
– Ermüdung von Körper und Geist können beseitigt werden
– Glieder und Nerven entspannen sich

Pranayama:

Atemübungen => Leben ist Atem und Atem ist Leben
Ist die Kontrolle des Atems durch das unterbrechen der Ein/- und Ausatmung.

Wirkung:
– Beruhigt den Geist und den Körper
– Lungenkapazität wird erhöht => Asthmaanfälle reduziert
– Erweiterung des Brustkorbs => Herz bekommt mehr Platz
– Zwerchfell wird elastischer

Mudra`s:

Gesten => Das was Freude gibt
Werden zwischen Körperübungen und Atemübungen eingeordnet. Die Körperstellungen werden mit einer besonderen Atmung verbunden.

Wirkung:
– Entwickelt und stärkt Funktion vom Drüsensystem
– Gesunderhaltung der Gelenke und Beine
– Kräftigt und fördert die inneren Organe Muskeln und Wirbelsäule